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Konzert des Johann Rosenmüller Ensemble in der Wolfenbütteler Hauptkirche –

„Weltliche und Geistliche Arien und Melodeyen“ Werke von Heinrich Albert, Heinrich Schütz, Johannes Stobäus und Matthias Weckmann

Am Samstag, 3. Oktober 2026 um 18 Uhr spielt das Johann Rosenmüller Ensemble:

Heidi Maria Taubert (Sopran), Florian Sievers (Tenor), Kristina Filthaut (Dulzian/Blockflöte), Petra Burmann (Chitarrone), Laura Frey (Gambe, Violone), Jürgen Banholzer (Orgel) – Arno Paduch (Zink, Leitung)

Simon Dachs „Anke von Tharaw“ („Ännchen von Tharau“) dürfte wohl der bekannteste Text sein, den der Königsberger Domorganist Heinrich Albert (1604–1651) vertont hat (auch wenn uns Friedrich Silchers Melodie heute vertrauter ist). Albert, dessen Todestag sich zum 325. Mal jährt, war die Musik nicht in die Wiege gelegt. Als Schüler von Heinrich Schütz und Johannes Stobaeus machte er sie aber zu seinem Beruf und war der „Kürbishütte“, dem Königsberger Dichterkreis um Simon Dach, eng verbunden. Neben Hochzeits- und Trauermusiken bilden die Arien oder Melodeyen (1638–50) Alberts Hauptwerk. In ihnen vertonte er u. a. auch seine eigenen Dichtungen. Sie bilden einen Experimentierraum für geringstimmige Vokalmusik und stehen im Mittelpunkt unseres Konzertes, das Albert im Kontext seiner Zeitgenossen Schütz, Stobäus und Weckmann erschließt.

Das Johann Rosenmüller Ensemble, 1995 von dem Zinkenisten Arno Paduch in Leipzig gegründet, zählt zu den führenden deutschen Ensembles für Alte Musik. Im Mittelpunkt der Ensemblearbeit steht die Wiederaufführung unbekannter Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, wobei größter Wert auf authentische Interpretation durch gründliches Quellenstudium und das Spielen auf Kopien von Originalinstrumenten gelegt wird. Namensgeber des Ensembles ist der Wolfenbütteler Hofkapellmeister Johann Rosenmüller, einer der bedeutendsten Komponisten der Generation zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, von seinen Zeitgenossen gerühmt als „alpha et omega musicorum“.

Das Konzert ist eine gemeinsame Veranstaltung des Michael Praetorius Kollegiums Wolfenbüttel und der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek.

Karten erhältlich bei der Buchhandlung Behr, Kornmarkt 4 in Wolfenbüttel oder an der Abendkasse

Eintritt 30 €; Mitglieder der GdF und des MPC 25 €; Studierende, Erwerbslose 11 €;  Schüler und Schülerinnen 5 €

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